Philosophie

„Die optimale Rebsorte in den richtigen Lagen und das Potential des Weingartens bis ins Glas hinein perfektionieren, das ist unser Leitspruch.

Man muss aus dem Material, das die Natur gibt, das Beste machen. Die richtige Sorte in der geeigneten Lage und die richtige Portion Glück und Können zaubern ein gutes Tröpfchen in Ihr Weinglas.“

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Weingut

Weingut

Das ehemalige Leibgedinge des Klosters Michaelbeuern liegt im ältesten Teil von Weißenkirchen. 1138 wurde es erstmals urkundlich erwähnt, Teile des Hauses stammen aus dem 10. Jahrhundert. „Auf der Burg“ nennt sich der Ortsteil, da es früher Befestigungen gegen die Awaren und später gegen die Türken gab. Stifte und Klöster aus Bayern hatten damals viele Besitzungen in der Wachau, so auch Lesehöfe, wie kleine Taferl an den Häusern bezeugen.

                                                            

Weißenkirchen – Hauptort des „Thal Wachau“, das sich vom Mieslingtal bis zum Watstein (Steinerne Reiter) erstreckt. Das heutige Weinbaugebiet Wachau beginnt bei Melk und zieht sich 33 km entlang der Donau bis nach Krems.

Seit 1822 wird das Weingut als reiner Familienbetrieb von der Familie Stierschneider geführt. Das heutige Stammhaus wurde in 3 Etappen erbaut, mit je einem dazugehörigen Kellerteil. 

Als gemischte Wirtschaft (Selbstversorger) wurde das Gut bis 1964 geführt, als dann auch das letzte Stück Vieh, das auch das letzte in der Ortschaft war, weg kam. 1960 wurde der erste Traktor (Holder) angeschafft, 1962 das erste Auto (Opel Caravan). Bis 1975 wurde noch mit einer Baumpresse gearbeitet. Ein Teil des Baumstammes, aus dem 3 Pressbäume angefertigt wurden, findet man noch heute bei der Familie Heinrich Weixelbaum im Heurigenlokal.

Das Weingut ist natürlich auch Mitglied der Gebietsschutzvereinigung Vinea Wachau Nobilis Districtus, die 1983 als Vereinigung der Wachauer Winzer gegründet wurde.

Vinea Wachau - Idee: Die Beschränkung, ausschließlich Weine aus ihrem gesetzlich abgegrenzten Anbaugebiet zu keltern und das kompromisslose Bekenntnis zu Qualität, Ursprung und Reinheit sind oberstes Prinzip. Der Name Vinea Wachau geht auf Leuthold I. von Kuenring (1243-1313) zurück, der als "oberster Schenk in Österreich" galt. Das Herzstück seiner Besitzungen entsprach dem des heutigen Weinanbaugebietes Wachau.

An die 200 Mitglieder kontrollieren 85% der Rebfläche in der Wachau. Die Begriffe Steinfeder®, Federspiel® und Smaragd® prägen unsere Etiketten und vor allem unsere Weine. Lesen Sie mehr auf www.vinea-wachau.at

Die Marken Steinfeder®, Federspiel® und Smaragd® sind geschützte Marken des Vereins Vinea Wachau Nobilis Districtus e.V. Die Nutzung ist ausschließlich den Mitgliedern des Vereins vorbehalten.

Weingärten

Weingärten

Unsere Weingärten liegen in Wösendorf, Joching, Weißenkirchen und Dürnstein, also ausschließlich im Weinbaugebiet „Wachau“. Dementsprechend vielfältig sind die Rieden:

Marienfeld, Donaufeld, Pichlpoint, Postoller, Steinriegl, Hinterseiber, Vorderseiber, Hinter der Burg, Weitenberg, Hinterkirchen, Achleiten, Klaus, Buschenberg, Frauengärten, Lichtenstein, Schreiberberg, Supperin und Kellerberg. Insgesamt bearbeiten wir 32 einzelne Weingärten.

                                             

Jeder einzelne dieser Weingärten ist einem eigenen Kleinklima ausgesetzt und hat verschiedene Bodenzusammensetzungen. Vom Weinhauer wird daher eine mehr oder weniger intensive und speziell zugeschnittene Bearbeitung verlangt.

Das „Terroir“ (Klima, Boden, Lage) entscheidet hauptsächlich über den Erfolg. Man kann somit nur teilweise unterstützend mit der Pflege der Rebstöcke mitwirken.

Gesamtfläche

  • 10 ha

Rebsorten

  • 93% Weißwein

    Grüner Veltliner
    Riesling (Rheinriesling)
    Rivaner (Müller Thurgau)
    Weißburgunder (Pinot blanc)
    Chardonnay
    Muskat Ottonel
    Gelber Muskateller

  • 7% Rotwein

    Blauer Zweigelt
    Blauer Spätburgunder
    Rössler

Keller

Keller

Historie

Der erste Teil des Hauses und des Kellers stammen aus dem 10. Jahrhundert. Erst im 13./ 14. Jhdt. wurde der Keller entlang des Wasserweges vergrößert. Hierbei wurde mit Holzschallungen und Steinen gearbeitet. Schon damals gab es eine Art von Zement. Wie uns ein Fachmann in Tunnelbau bestätigte, wussten die Leute wie man Felsen spaltet und richtig bei Kellergrabungen vorging. Auch wurde nur soviel gegraben, wie damals Platz benötigt wurde, musste doch alles händisch erledigt werden. Im tiefsten Punkt des Kellers, das so genannte „Griabl“ (Grube), wurden vor einem gewaltigen Felsen die Grabungsarbeiten eingestellt. Die nächste Erweiterung folgte im 15./ 16. Jahrhundert in Ziegelbauweise.                                                                             

Fäßer

Holzfässer aus dem Jahre 1874, 1896 und 1903 waren bis 2015 die letzten 3 Stück die im Stammkeller unter dem Wohnhaus standen. Heute ist es leider nur mehr 1 Stück, ein 30 Eimer Fass (1 Eimer fasst 56 Liter). Der Stammkeller wird zurzeit nur auf Wunsch für Kellerführungen genutzt.

Im Laufe der letzten 30 Jahre wurde von Glasfasertanks, die in den 70er Jahren angeschafft wurden, auf Edelstahltanks umgestellt. Diese wurden in den 80er Jahren gekauft. Laufend werden weitere Edelstahltanks angeschafft.

Erweiterungen

Durch die Erweiterung im Jahr 1996 mussten 2 Holzfässer entfernt werden. Die Fassböden hängen heute zur Zierde im Presshaus. Als Verbindung zum 96er Keller wurde ein Gang zum Stammkeller unter dem Wohnhaus gegraben. Durch die Vergrößerung des Kellers konnte auch die Verarbeitungskapazität damals erhöht werden.

2009 war es wieder soweit: eine weitere Kellererweiterung wurde gestartet. 2 Kellerräume à 50 m2, ein eigener Rotweingärraum, ein Lagerraum, ein Heizraum und ein weiterer Gang in einen bestehenden Tiefkeller unter dem Haus Nr. 134 wurden geschaffen.